Dienstag, 26. April 2022

Der Löwenzahn ist wieder da!

 Für die einen ist er ein lästiges Unkraut, für die anderen eine Heilpflanze: der Löwenzahn (lat. Taraxacum officinale). Aus den jungen Blättern kann man auch einen wohlschmeckenden Salat machen. Da er ein Anzeiger für feuchten, nährstoffreichen Boden ist, wächst er auch auf den Gemeindestreifen.

Übrigens gibt es im Allgäu ungefähr 40 verschiedene Arten vom Löwenzahn.



Samstag, 9. April 2022

Wohlriechendes Veilchen


 Neben dem persischen Ehrenpreis ist auch das wohlriechende Veilchen (Viola odorata) ein absoluter Frühblüher. Seit ein paar Tagen blüht es auch auf dem Gemeindestreifen.


Sonntag, 6. März 2022

Der persische Ehrenpreis

 Der persische Ehrenpreis (Veronica persica) ist ein absoluter Frühblüher und eigentlich ein Neophyt: eine Pflanze, die nicht einheimisch ist. Allerdings liegt der Beginn der Verbreitung bereits 200 Jahre zurück. Sie soll 1805 aus dem Botanischen Garten in Karlsruhe verwildert sein und sich dann schnell ausgebreitet haben. Heute ist er eines der häufigsten Garten(un)kräuter.



Mittwoch, 23. Februar 2022

Hochwertige Lebensräume statt Blühflächen

Inzwischen setzt ein Umdenken ein, was die Schaffung von blühenden Wiesen anbetrifft. Nicht mehr das Abtragen des alten Bodens und eine Neusaat sind sinnvoll.

Entwickeln vor Ansäen ist die bessere Wahl. Dies kann durch angepasstes Mähen geschehen. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, kann durch oberflächliches Auflockern das Samenpotential im Boden aktiviert werden. Auch kann Mähgut von anderen artenreiche Wiesen aufgebracht werden. Sind die Samen daraus auf den Boden gefallen, kann es wieder entfernt werden.

Erst nachdem alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollte über eine Neuanlegung nachgedacht werden. Durch die Neuanlage werden nämlich die gesamten Kleinstlebewesen entfernt bzw. vernichtet. Der neue Boden braucht wieder Jahre, um ein stabiles Gleichgewicht zu entwickeln.

Wer das genauer lesen will, schaue in diesen Artikel des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und Verbraucherschutz.


Montag, 14. Februar 2022

Die große Brennnessel - Futterpflanze für Schmetterlingsraupen

 Um viele schöne Schmetterlinge zu beobachten, glaubt man oft, dass es reiche, möglichst viele Blühpflanzen zu säen. Es wird dabei aber vergessen, dass alle Schmetterlinge erstmal ein Raupenstadium durchlaufen. Und jede Raupe braucht ihre eigene Futterpflanze, von der sie sich ernährt. Eine dieser Futterpflanzen ist die große Brennnessel (lateinisch Urtica dioica). Alle Raupen unserer großen Tagschmetterlinge fressen fast ausschließlich an der Brennnessel. Es sind dies z. B. das Tagpfauenauge, der Admiral, der Distelfalter, der kleine Fuchs, der C-Falter und das Landkärtchen.

Also nicht jede Brennnessel im Garten oder in der Natur  entfernen, sondern stehen lassen. Die Schmetterlinge danken es uns!


Montag, 17. Januar 2022

Buchtipp: Naturgeschichte Allgäu von M. Schneider

 Entgegen dem Buchtitel handelt es sich nicht um ein Geschichtswerk, sondern um eine umfassende Darstellung der Natur im Allgäu. Es beginnt mit der Geologie des Allgäus, behandelt die Flora und Fauna, Fährten und Spuren der Tiere, die Gefährdung des Lebensraums Allgäu und auch rechtliche Aspekte des Naturschutzes. Auf über 600 Seiten wird das Thema Natur im Allgäu behandelt. Dazu findet sich ein Bestimmungsschlüssel für Pflanzen und vieles mehr. Auf Grund der Dicke ist es nichts für die Jackentasche, aber als Lese- und Nachschlagewerk für zu Hause für mich unentbehrlich.

Inzwischen ist das Buch in der 3. Auflage im Bauer-Verlag erschienen. ISBN: 978-3-941013-80-3

Dienstag, 14. Dezember 2021

Sukzession besser als Aufforstung

Wissenschaftler an der Universität Wageningen in den Niederlanden haben herausgefunden, dass sich Waldflächen besonders schnell erholen, wenn man sie einfach in Ruhe lässt. Dies funktioniere oft sogar besser als gezieltes Bepflanzen.

Wenn dies auch für Wiesen gilt, dann habe ich auf meinem Gemeindestreifen alles richtig gemacht.

Hier geht es zum Artikel im "Spiegel", wo sich auch der Link zum Originalartikel in der Fachzeitschrift "Science" findet.

Mittwoch, 24. November 2021

Pflanzenbestimmung mit dem Smartphone

 Um die Pflanzen zu bestimmen, die auf dem Grünstreifen wachsen, benutze ich unter anderem zwei Apps für mein Smartphone: Flora incognita und PlantNet:

Die App Flora incognita wurde vom Max-Planck-Institut in Jena und der Technischen Universität Ilmenau entwickelt. Sie erlaubt eine exakte Bestimmung der Pflanze und gibt gleichzeitig Informationen über die Pflanze. Als Nachteil empfinde ich, dass die Pflanze manchmal von verschiedenen Seiten (oder Blüte und Stängel und Blätter) fotografiert werden muss, was in einer Wiese nicht so einfach möglich ist. Wenn dies nicht einwandfrei gelingt, erhält man von der App kein Ergebnis.

Im Gegensatz dazu liefert die App PlantNet Wahrscheinlichkeiten: man erhält ein Ergebnis und dazu eine Wahrscheinlichkeit, mit der die Pflanze bestimmt wurde. Zusätzlich werden die Pflanzen angezeigt, die mit geringerer Wahrscheinlichkeit auch in Frage kommen. Hier kann man dann ein Bestimmungsbuch bemühen, um die Pflanze genau zu bestimmen. Ein kleiner Nachteil ist, dass die App in Frankreich entwickelt wurde, und manche deutsche Übersetzungen erstaunliche Ergebnisse liefern. 

Beide Apps sind bei Google Play oder im App Store erhältlich, sie sind beide kostenlos.


Mittwoch, 17. November 2021

Winterruhe

 Ein letztes Gänseblümchen blüht noch, ansonsten ist am Gemeindestreifen die Winterruhe eingekehrt. Mal schauen, was der nächste Frühling an Überraschungen so bringt.



Dienstag, 16. November 2021

Buchs schneiden mit der Motorsäge

 Anfang Oktober hat der Bauhof der Gemeinde Pforzen die beiden Buchs mit der Motorsäge geschnitten. Das hört sich sehr brachial an, das Ergebnis ist aber gar nicht so schlecht.



Sonntag, 14. November 2021

Sukzession - was ist das?

Unter Sukzession (lateinisch succedere „nachrücken“, „nachfolgen“) versteht man die natürliche Rückkehr der für einen Standort typischen Pflanzen-, Tier- und Pilzgesellschaften (Biozönose), die sich nach einer Störung aufgrund der vorherrschenden Umweltfaktoren (vor allem Klima und Bodenart) dort wieder einstellt. Quelle: wikipedia, abgerufen am 13.11.2021

Und man unterscheidet eine primäre und eine sekundäre Sukzession: bei der primären Sukzession wachsen die Pflanzengesellschaft auf quasi jungfräulichem Boden, z. B. nach einem Vulkanausbruch. Bei der sekundären Sukzession entsteht eine standorttypische Vegetation ohne Eingriff des Menschen, ohne dass die vorherige Vegetation entfern wurde..

Die sekundäre Sukzession ist auch mein Vorgehen beim Gemeindestreifen. Allerdings mache ich Eingriffe in die Vegetation, um den Vorgang zu beschleunigen.

Das heißt: ich mähe einmal, maximal zweimal im Jahr. Und ich beseitige Neophyten, die durch die Saat der "Mössinger Mischung" in den Boden gekommen sind.

Paradigmenwechsel

 Nachdem ich mehrere Jahre den Blühstreifen nur einmal im Jahr gemäht habe, werde ich ihn im nächsten Jahr kurz halten. Das heißt mit dem Ra...