Montag, 10. Oktober 2022

Der Herbst ist da - der Winter kann kommen

 Einmal im Jahr, im Herbst, wird gemäht und das Schnittgut entfernt. Die Arbeit für dieses Jahr ist getan, mal schauen, was das nächste Jahr bringt.



Freitag, 19. August 2022

Wilde Möhre

 Dies ist das Jahr der wilden Möhre (Caucus carota). Überall wuchern die Vorläufer unserer Karotte. Die Wurzel der wilden Möhre ist allerdings nicht zu empfehlen: sie ist zu hart und faserig.

Aber die Streifenwanzen haben auch ihre Freude an der wilden Möhre. Sie nutzen sie für ihr Liebesspiel.



Dienstag, 14. Juni 2022

Die verflixte Bartnelke

 Eigentlich ist die Bartnelke (Dianthus barbatus) ein Neophyt. Sie ist bei uns nicht heimisch, sondern eher in Osteuropa und Asien. Aber inzwischen hat sie den Weg aus unseren Gärten in die Natur geschaft und fühlt sich hier wohl. Auch ist sie Bestandteil vieler "Blühmischungen", die verkauft werden.

Letztes Jahr habe ich noch versucht, alle aufgeblühten Exemplare zu entfernen. Dieses Jahr kapituliere ich aber angesichts der vielen Pflanzen. Und seitdem ich einen Kleinen Fuchs auf einer Blüte der Bartnelke gesehen habe, ist auch mein ökologisches Gewissen beruhigt. Anscheinend dient sie doch als Nahrung für einheimische Schmetterlinge.



Dienstag, 10. Mai 2022

Die weiße Silberwurz

 Obwohl sie nicht auf dem Gemeindestreifen, sondern in meinem Garten wächst, sei auf die Silberwurz eingegangen. Ihre Wildform, Dryas octopetala, ist die Pionierpflanze nach der letzten Eiszeit gewesen. In Norddeutschland ist die Zeit nach der letzten Eiszeit sogar nach ihr benannt: die Dryaszeit. Heute wächst sie hauptsächlich im Hochgebirge, wird aber immer noch in den Kiesflächen der Flüsse aus den Alpen gefunden, z. B. am Lech.

Für den Garten ist die Züchtung Dryas suendermannii geeignet, sie wächst auch in nährstoffreicheren und wärmeren Böden.



Dienstag, 26. April 2022

Der Löwenzahn ist wieder da!

 Für die einen ist er ein lästiges Unkraut, für die anderen eine Heilpflanze: der Löwenzahn (lat. Taraxacum officinale). Aus den jungen Blättern kann man auch einen wohlschmeckenden Salat machen. Da er ein Anzeiger für feuchten, nährstoffreichen Boden ist, wächst er auch auf den Gemeindestreifen.

Übrigens gibt es im Allgäu ungefähr 40 verschiedene Arten vom Löwenzahn.



Samstag, 9. April 2022

Wohlriechendes Veilchen


 Neben dem persischen Ehrenpreis ist auch das wohlriechende Veilchen (Viola odorata) ein absoluter Frühblüher. Seit ein paar Tagen blüht es auch auf dem Gemeindestreifen.


Sonntag, 6. März 2022

Der persische Ehrenpreis

 Der persische Ehrenpreis (Veronica persica) ist ein absoluter Frühblüher und eigentlich ein Neophyt: eine Pflanze, die nicht einheimisch ist. Allerdings liegt der Beginn der Verbreitung bereits 200 Jahre zurück. Sie soll 1805 aus dem Botanischen Garten in Karlsruhe verwildert sein und sich dann schnell ausgebreitet haben. Heute ist er eines der häufigsten Garten(un)kräuter.



Mittwoch, 23. Februar 2022

Hochwertige Lebensräume statt Blühflächen

Inzwischen setzt ein Umdenken ein, was die Schaffung von blühenden Wiesen anbetrifft. Nicht mehr das Abtragen des alten Bodens und eine Neusaat sind sinnvoll.

Entwickeln vor Ansäen ist die bessere Wahl. Dies kann durch angepasstes Mähen geschehen. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, kann durch oberflächliches Auflockern das Samenpotential im Boden aktiviert werden. Auch kann Mähgut von anderen artenreiche Wiesen aufgebracht werden. Sind die Samen daraus auf den Boden gefallen, kann es wieder entfernt werden.

Erst nachdem alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollte über eine Neuanlegung nachgedacht werden. Durch die Neuanlage werden nämlich die gesamten Kleinstlebewesen entfernt bzw. vernichtet. Der neue Boden braucht wieder Jahre, um ein stabiles Gleichgewicht zu entwickeln.

Wer das genauer lesen will, schaue in diesen Artikel des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und Verbraucherschutz.


Montag, 14. Februar 2022

Die große Brennnessel - Futterpflanze für Schmetterlingsraupen

 Um viele schöne Schmetterlinge zu beobachten, glaubt man oft, dass es reiche, möglichst viele Blühpflanzen zu säen. Es wird dabei aber vergessen, dass alle Schmetterlinge erstmal ein Raupenstadium durchlaufen. Und jede Raupe braucht ihre eigene Futterpflanze, von der sie sich ernährt. Eine dieser Futterpflanzen ist die große Brennnessel (lateinisch Urtica dioica). Alle Raupen unserer großen Tagschmetterlinge fressen fast ausschließlich an der Brennnessel. Es sind dies z. B. das Tagpfauenauge, der Admiral, der Distelfalter, der kleine Fuchs, der C-Falter und das Landkärtchen.

Also nicht jede Brennnessel im Garten oder in der Natur  entfernen, sondern stehen lassen. Die Schmetterlinge danken es uns!


Montag, 17. Januar 2022

Buchtipp: Naturgeschichte Allgäu von M. Schneider

 Entgegen dem Buchtitel handelt es sich nicht um ein Geschichtswerk, sondern um eine umfassende Darstellung der Natur im Allgäu. Es beginnt mit der Geologie des Allgäus, behandelt die Flora und Fauna, Fährten und Spuren der Tiere, die Gefährdung des Lebensraums Allgäu und auch rechtliche Aspekte des Naturschutzes. Auf über 600 Seiten wird das Thema Natur im Allgäu behandelt. Dazu findet sich ein Bestimmungsschlüssel für Pflanzen und vieles mehr. Auf Grund der Dicke ist es nichts für die Jackentasche, aber als Lese- und Nachschlagewerk für zu Hause für mich unentbehrlich.

Inzwischen ist das Buch in der 3. Auflage im Bauer-Verlag erschienen. ISBN: 978-3-941013-80-3

Paradigmenwechsel

 Nachdem ich mehrere Jahre den Blühstreifen nur einmal im Jahr gemäht habe, werde ich ihn im nächsten Jahr kurz halten. Das heißt mit dem Ra...