Dienstag, 14. Dezember 2021

Sukzession besser als Aufforstung

Wissenschaftler an der Universität Wageningen in den Niederlanden haben herausgefunden, dass sich Waldflächen besonders schnell erholen, wenn man sie einfach in Ruhe lässt. Dies funktioniere oft sogar besser als gezieltes Bepflanzen.

Wenn dies auch für Wiesen gilt, dann habe ich auf meinem Gemeindestreifen alles richtig gemacht.

Hier geht es zum Artikel im "Spiegel", wo sich auch der Link zum Originalartikel in der Fachzeitschrift "Science" findet.

Mittwoch, 24. November 2021

Pflanzenbestimmung mit dem Smartphone

 Um die Pflanzen zu bestimmen, die auf dem Grünstreifen wachsen, benutze ich unter anderem zwei Apps für mein Smartphone: Flora incognita und PlantNet:

Die App Flora incognita wurde vom Max-Planck-Institut in Jena und der Technischen Universität Ilmenau entwickelt. Sie erlaubt eine exakte Bestimmung der Pflanze und gibt gleichzeitig Informationen über die Pflanze. Als Nachteil empfinde ich, dass die Pflanze manchmal von verschiedenen Seiten (oder Blüte und Stängel und Blätter) fotografiert werden muss, was in einer Wiese nicht so einfach möglich ist. Wenn dies nicht einwandfrei gelingt, erhält man von der App kein Ergebnis.

Im Gegensatz dazu liefert die App PlantNet Wahrscheinlichkeiten: man erhält ein Ergebnis und dazu eine Wahrscheinlichkeit, mit der die Pflanze bestimmt wurde. Zusätzlich werden die Pflanzen angezeigt, die mit geringerer Wahrscheinlichkeit auch in Frage kommen. Hier kann man dann ein Bestimmungsbuch bemühen, um die Pflanze genau zu bestimmen. Ein kleiner Nachteil ist, dass die App in Frankreich entwickelt wurde, und manche deutsche Übersetzungen erstaunliche Ergebnisse liefern. 

Beide Apps sind bei Google Play oder im App Store erhältlich, sie sind beide kostenlos.


Mittwoch, 17. November 2021

Winterruhe

 Ein letztes Gänseblümchen blüht noch, ansonsten ist am Gemeindestreifen die Winterruhe eingekehrt. Mal schauen, was der nächste Frühling an Überraschungen so bringt.



Dienstag, 16. November 2021

Buchs schneiden mit der Motorsäge

 Anfang Oktober hat der Bauhof der Gemeinde Pforzen die beiden Buchs mit der Motorsäge geschnitten. Das hört sich sehr brachial an, das Ergebnis ist aber gar nicht so schlecht.



Sonntag, 14. November 2021

Sukzession - was ist das?

Unter Sukzession (lateinisch succedere „nachrücken“, „nachfolgen“) versteht man die natürliche Rückkehr der für einen Standort typischen Pflanzen-, Tier- und Pilzgesellschaften (Biozönose), die sich nach einer Störung aufgrund der vorherrschenden Umweltfaktoren (vor allem Klima und Bodenart) dort wieder einstellt. Quelle: wikipedia, abgerufen am 13.11.2021

Und man unterscheidet eine primäre und eine sekundäre Sukzession: bei der primären Sukzession wachsen die Pflanzengesellschaft auf quasi jungfräulichem Boden, z. B. nach einem Vulkanausbruch. Bei der sekundären Sukzession entsteht eine standorttypische Vegetation ohne Eingriff des Menschen, ohne dass die vorherige Vegetation entfern wurde..

Die sekundäre Sukzession ist auch mein Vorgehen beim Gemeindestreifen. Allerdings mache ich Eingriffe in die Vegetation, um den Vorgang zu beschleunigen.

Das heißt: ich mähe einmal, maximal zweimal im Jahr. Und ich beseitige Neophyten, die durch die Saat der "Mössinger Mischung" in den Boden gekommen sind.

Samstag, 13. November 2021

Aufräumarbeiten

 Nach dem Super-GAU - siehe Post vom 10. November - habe ich den Streifen nochmal mit dem Freischneider abgemäht. Das Mähgut blieb für eine Woche liegen, damit die Samen ausfallen. Danach wurde es abgeräumt. Ein paar kahle Stellen habe ich mit Wiesenblumensamen der Fa. Strickler nachgesät, die ich noch übrig hatte.

Freitag, 12. November 2021

naturgucker.de

 Wer wissen will, was bisher auf dem Gemeindestreifen gewachsen ist, kann bei naturgucker.de nachschauen. 

Und so geht's: Auf naturgucker.de in der Suchzeile unter "Gebiete" 'Pforzen' eingeben. Als Suchergebnis wird gleich 'Gemeindestreifen Pforzen Riedener Straße' angezeigt. Darauf klicken und schon öffnet sich das Ergebnis. Hier kann man nachschauen, wo der Gemeindestreifen genau ist, was ich bisher beobachtet habe und so weiter. Allerdings habe ich nicht jedes Gras dokumentiert, sondern nur das, was blüht und mir erwähnenswert erschien.

Mittwoch, 10. November 2021

Der Super-GAU

 Ende Juli 2021 rückten ohne Ankündigung Baumaschinen an, um ein Glasfaserkabel zur Kläranlage zu verlegen. Der Gemeindestreifen wurde teilweise aufgebaggert und der Aushub auf dem Rest gelagert. Nach Verlegung des Kabels wurde der Graben wieder zugeschüttet und geteert. Die Folgen für den Streifen sieht man auf dem Bild. Zum Glück wurde nicht alles vernichtet.




Sonntag, 7. November 2021

Erste Pflegemaßnahmen

Ende Februar mähte ich den Gemeindestreifen erst mal mit einem Freischneider (Motorsense) ab. Das Resultat sieht man im Bild.



Samstag, 6. November 2021

Der Anfang

 Zu Anfang war nur eine Wüste.

Die Gemeinde Pforzen hat entlang einiger Straßen, insbesondere in Neubaugebieten, Gemeindestreifen angelegt. Wobei angelegt etwas übertrieben ist. Es wurde Gras gesät, ein paar Weißdorne eingepflanzt, aber nicht weiter gepflegt. Dies sollten die Anwohner übernehmen.

Erst vor zwei Jahren kam Bewegung in die Sache: die Gemeinde wechselte die kranken Weißdorne gegen Buchsbäume aus und säte eine sogenannte "Mössinger Mischung" aus. Die blüht zwar im ersten Jahr schön, besteht aber aus vielen nicht einheimischen Pflanzen. Artenvielfalt auf Kosten der Insekten und Schmetterlinge.


Im Juni 2020 übernahm ich dann die Pflege des "Gemeindestreifens".

Paradigmenwechsel

 Nachdem ich mehrere Jahre den Blühstreifen nur einmal im Jahr gemäht habe, werde ich ihn im nächsten Jahr kurz halten. Das heißt mit dem Ra...