Mittwoch, 23. Februar 2022

Hochwertige Lebensräume statt Blühflächen

Inzwischen setzt ein Umdenken ein, was die Schaffung von blühenden Wiesen anbetrifft. Nicht mehr das Abtragen des alten Bodens und eine Neusaat sind sinnvoll.

Entwickeln vor Ansäen ist die bessere Wahl. Dies kann durch angepasstes Mähen geschehen. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, kann durch oberflächliches Auflockern das Samenpotential im Boden aktiviert werden. Auch kann Mähgut von anderen artenreiche Wiesen aufgebracht werden. Sind die Samen daraus auf den Boden gefallen, kann es wieder entfernt werden.

Erst nachdem alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollte über eine Neuanlegung nachgedacht werden. Durch die Neuanlage werden nämlich die gesamten Kleinstlebewesen entfernt bzw. vernichtet. Der neue Boden braucht wieder Jahre, um ein stabiles Gleichgewicht zu entwickeln.

Wer das genauer lesen will, schaue in diesen Artikel des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und Verbraucherschutz.


Montag, 14. Februar 2022

Die große Brennnessel - Futterpflanze für Schmetterlingsraupen

 Um viele schöne Schmetterlinge zu beobachten, glaubt man oft, dass es reiche, möglichst viele Blühpflanzen zu säen. Es wird dabei aber vergessen, dass alle Schmetterlinge erstmal ein Raupenstadium durchlaufen. Und jede Raupe braucht ihre eigene Futterpflanze, von der sie sich ernährt. Eine dieser Futterpflanzen ist die große Brennnessel (lateinisch Urtica dioica). Alle Raupen unserer großen Tagschmetterlinge fressen fast ausschließlich an der Brennnessel. Es sind dies z. B. das Tagpfauenauge, der Admiral, der Distelfalter, der kleine Fuchs, der C-Falter und das Landkärtchen.

Also nicht jede Brennnessel im Garten oder in der Natur  entfernen, sondern stehen lassen. Die Schmetterlinge danken es uns!


Paradigmenwechsel

 Nachdem ich mehrere Jahre den Blühstreifen nur einmal im Jahr gemäht habe, werde ich ihn im nächsten Jahr kurz halten. Das heißt mit dem Ra...